Mit ‘Afghanistan’ getaggte Artikel

Wo ist Mardscha (=Marja, Marjah, Marjeh)?

Freitag, 19. Februar 2010

Die obige Frage hat Anahita Girishki, stammend aus der afghanischen Provinz Helmand, anlässlich der größten NATO-Offensive seit Kriegsbeginn, im Kern gegen diese Stadt, im ef-magazin aufgeworfen:

http://ef-magazin.de/2010/02/18/1875-afghanistan-krieg-in-der-phantomstadt-mardscha#comments

Wenn Sie die Stadt mit vorgeblich 80000 Einwohnern finden, sind Sie besser als Google Earth (findet unter “Marjeh” ein paar Hütten im Dreck) und andere, die es schon versucht haben.

Wer sie ausmachen kann, den bitte ich um einen erklärenden Kommentar auf dieser Seite.

Krieg ist autoerotisch

Freitag, 29. Januar 2010

Endlich hab ich’s raus: Wir Deutsche gehen jetzt nicht wegen des lieben Schwarzen mit weißer Mutter noch lieber mit noch mehr Soldaten nach Afghanistan, sondern weil wir uns endlich mal wieder so richtig einen Krieg runterholen wollen, nachdem uns das so lange verboten war.

Ukraine verdreifacht Afghanistan-Truppen!!! - Armenier verteidigen deutsche Freiheit am Hindukusch!!!!!!

Mittwoch, 27. Januar 2010

Vorher entnahm ich Spiegel-online, dass die Ukraine, Speerspitze Brzezinskis und damit der USA gegen Russland, ihr Truppenkontingent in Afghanistan verdreifachen will, nicht nur mal um ein schlappes Fünftel aufstocken, so wie wir deutschen Weicheier.

Es soll sage und schreibe von ZEHN auf DREISSIG Mann erhöht werden!

Das nenne ich mal ein treues Vasallentum, wie es einem Friedensnobelpreisträger im Krieg geschuldet ist!

Und das heroische Armenien, so besagt selbige obige Quelle, wolle gar (man vergleiche mal die Größe Armeniens mit jener der Ukraine auf der Weltkarte!) das VIEREINHALBFACHE der bisherigen ukrainischen Mannstärke unter DEUTSCHEM Kommando kämpfen lassen, schnöde billigversöldnert bezahlt aus der Schuldenschatulle unseres Finanzministers!

Derart verarmte Länder, die man noch nicht einmal mehr mehr Schulden machen lässt, lässt ein Freiherr von und zu Guttenberg für UNSERE Freiheit das Blut der Blüte ihrer Jugend vergießen und schämt sich privat wahrscheinlich ebensowenig wie öffentlich!

Früher hätte sich jeder anständige deutsche Adlige sofort selbst als einfacher Landser an die Front gemeldet, bevor er der Ehre seines Landes und seiner Familie solches angetan hätte.

850 Mann - äh - “SoldatInnen” mehr

Dienstag, 26. Januar 2010

Sozusagen um den “hauptsächlich zivilen Charakter” der “neuen Afghanistan-Strategie” der Bundesregierung zu betonen, soll jetzt neben der deutschen Truppenaufstockung in Afghanistan die Entwicklungshilfe verdoppelt werden.

Vielen Dank, sagt sich da der Steuerzahler, das kommt ja billig, und so gewinnen wir auch den schon vor acht Jahren gewonnenen Krieg jeden Tag noch ein bisschen mehr.

Achso, ich vergaß, da war es ja noch gar kein Krieg, und für uns Deutsche ist es im Gegensatz zu allen NATO-Frontgenossen ja immer noch keiner, sondern nur so etwas irgendwie Ähnliches.

Also noch 850 SoldatInnen in den kriegsähnlichen Nichtkrieg am Hindukusch, und kein Ende in Sicht. Quod erat expectandum, quod erat faselandum.

Mal sehen, wie die Schafsmedien, zudem die SPD und die Grünen, jetzt reagieren werden: gegen vier Fünftel der Bevölkerung zieht es sich für die Kriegspropagandahauptquartiere so langsam doch deutlich zu.

Wir werden ein paar bemerkenswerte semantische Verrenkungen hören in den nächsten Tagen, soviel ist sicher.

P.S. : Gerade erinnere ich mich spontan an jenen Wagen des Kölner Karnevalsumzugs vor dem Irakkrieg, auf welchem Angela Merkel tief im Anusse George Bushs stak; ob man den zu Kölle jetzt nochmal rausholt, bloß mit einem neuen, braun angepinselten US-Präsidentenkopfe?

Selbst Deutsche dürfen töten müssen

Dienstag, 01. Dezember 2009

Der Spiegel-Titel dieser Woche ist einmal wieder ein besonderer Leckerbissen für den Schwaben mit dem bösen Blicke:

WANN DÜRFEN DEUTSCHE TÖTEN?

Die Bundeswehr, Afghanistan und der Krieg im 21. Jahrhundert

Ich habe die Geschichte dazu bisher nicht gelesen, welches ich mir einfach zu glauben bitte, um diesen bemerkenswerten Aufmacher zunächst schlicht aus sich selbst heraus unbeeinflusst zu kommentieren.

Zwischen der Kopfzeile und dem Untertitel, welche innerhalb des üblichen roten Rahmens schwarz unterlegt sind, gewahrt man ein grün gehaltenes Bild, auf welchem ein ungefähr erkennbarer Turbanträger durch eine typisch afghanische Steinwüstenlandschaft unterwegs ist, hinter sich ein undefinierbares Bündel, wiederum drei Schritte dahinter einen Halbwüchsigen von vielleicht zwölf Jahren; der Beturbante befindet sich dabei im Visier eines Fadenkreuzes, welches auf seinen Rücken gerichtet ist.

Soviel zum optischen Beiwerk.

Besonders perfid indes wirkt die Überschrift dazu, denn sie impliziert, dass Deutsche, da der Tod ja bekanntlich als ein Meister aus Deutschland gilt, irgendwie ganz besonders gar nicht töten dürften, normalerweise jedenfalls, so wie das zivilisierte, stets Demokratie und Frieden herbeitötende Engländer, Amerikaner, Franzosen oder Israelis selbstverständlich dürfen, da sie ja keine üblen Tätervölker sind.

Ich vermute daher mal, dass Deutsche nur dann töten dürfen, wenn sie dies an der Seite der erwähnten Länder tun, als deren Vasallen und brave Unterlinge, sehr wahrscheinlich aber schon nicht mehr an der Seite Russlands, gegen welches wir den Zweiten Weltkrieg zwar auch verloren haben, in dem Falle aber gegen inzwischen zu Bösen oder wenigstens Halbbösen umdefinierte Befreier unseres Vaterlandes.

Ich gehe des weiteren davon aus, dass Deutsche nicht nur Turbanträger in den Rücken schießen dürfen, sondern sogar Eisbären erlegen, wenn die UNO dazu unter US-Kommando das Feuer freigibt.

Wir sollen also auch töten “dürfen ” (sehr großzügig, geradezu ein peinlich unverdientes Geschenk an unsere schändliche Nation, dass wir solches jetzt dürfen müssen), wenn wir uns befehlen lassen, wen, aber wir sollten natürlich dabei immer ein schlechteres Gewissen haben als der gesamte Rest, welcher das für sein sittliches Gefühl nicht nötig hat, weil er schon immer nur gerechte und humane Kriege führte und etwas anderes gar nicht kennt.

Ich liebe den Spiegel ob seines also unbestechlichen wie unbefangenen postmodernen Besatzerverfassungspatriotismus.

Dem Feinde tributpflichtig

Samstag, 14. November 2009

Eben las ich einen Artikel des britischen Guardian, dem abermals zu entnehmen war (die Sache als solche ist schon länger bekannt), dass die afghanischen Taliban oder sonstige Warlords für praktisch sämtliche US-Logistik-Transporte saftige Wegezölle erheben, die alleweil brav bezahlt werden und für diese eine, wenn nicht die Haupteinnahmequelle darstellen.

100 000 NATO-Soldaten schaffen es nicht einmal, die 300 Meilen der afghanischen Hauptstraße von Kabul nach Kandahar selbst zu sichern, geschweige denn die Nachschub-Route über den Khyber-Pass oder andere wichtige Verkehrswege des Landes.

Gerne wüsste ich in diesem Zusammenhang, wieviel von meinem Geld die Bundeswehr, sei es bisher unter der Trantüte Jung oder jetzt unter dem zackigen zu Guttenberg, monatlich an den Feind an Tribut bezahlt hat bzw. bezahlt, um vom Scheißhauspapier bis zur Schweinefleischbüchse (weiterlesen…)

Guttenberg: Amerikas Unteroffizier

Samstag, 24. Oktober 2009

Nun wird der Kissinger-Atlantik-Brücke-Zögling Freiherr zu Guttenberg also deutscher Kriegsminister.

Zu Anfang des kommenden Jahres bereits dürfte der Strahlemann infolge der kommenden Afghanistan-Konferenz gemäß amerikanischen Wünschen den Deutschen eine weitere Truppenaufstockung verkünden; ich bin schon gespannt darauf, welch gute Figur er dazu macht, welche Worthülsen er zu welchem Grinsen präsentieren wird.

Immerhin dürfen wir ja jetzt für einen Friedensnobelpreisträger beim geostrategischen US-Krieg gegen den Iran, Russland und China mitmachen und natürlich auch für den neuen schwulen Außenminister, der am Hindukusch Demokratie Marke Karzai, Frauen- und Homorechte verteidigen will, damit die Eseltreiber nicht zu uns kommen und die Taz und den Christopher-Street-Day verbieten. (weiterlesen…)

Kriegslügen

Dienstag, 06. Oktober 2009

Ich bin fest davon überzeugt, dass man uns von den wahren Problemen der NATO-Truppen in Afghanistan gerade mal höchstens die Hälfte erzählt.

Nachschub, kaputte Fahrzeuge, Ärztemangel, die versumpfte Wahl, Drogen, verscherbelte Waffen durch sogenannte afghanische Sicherheitskräfte, Überläufer derer…

Sogar dieser spitzenmäßige McChrystal ist jetzt mit Obama höchstpersönlich aneinandergerasselt, weil er allzu ungefragt und deutlich weitaus mehr Männer einforderte, da man sonst nicht gewänne.

Mit hunderttausend Soldaten hat man dort eben nur einen auf 6,5 Quadratkilometern; das ist wenig, wenn die Leute traditionell renitent sind.

Vierzigtausend mehr, die der General will, werden es auch nicht richten.

Hohe Verluste

Montag, 05. Oktober 2009

In Afghanistan wurde ein Außenposten der Amerikaner beinahe überrannt, nachdem eine benachbarte Polizeistation von den Aufständischen genommen worden war.

McChrystals neue Strategie, nicht nur herumzubomben, sondern seine Männer auf die Fläche zu verteilen, zeigt ihre Achillesferse.

Kleine Garnisonen lassen sich eben auch leichter überfallen als große befestigte Lager.

Der ehemalige Befehlshaber geheimer Mordkommandos im Irak wird sich noch etwas einfallen lassen müssen.

Vielleicht kommandiert der General ja die Merkel und den Westerwelle ab an die Front: Sie demonstriert am Khyberpass gegen Burkas, und er betreibt auf dem flachen Land bei Kunduz noch weitergehende sexuelle Aufklärung.

Immerhin dagegen!

Mittwoch, 16. September 2009

“Der Freitag”, die linke Wochenzeitung aus Berlin, hat am 8.9. einen Aufruf einiger namhafter Intellektueller und Medienleute zum Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan binnen zwei Jahren veröffentlicht. Dann sollten “zivile Aufbauorganisationen” an die Stelle des Militärs treten: “Der Gegner ist keine Armee, sondern eine Kultur. Darum ist der Konflikt mit einer Verstärkung des miltärischen Engagements nicht zu lösen.”

Lassen wir die Frage, wie Aufbauorganisationen ohne militärischen Schutz dort überleben wollen, einmal beseite, ebenso wie jene, weshalb man, einmal die Sinnlosigkeit des Einsatzes erkannt, nicht so schnell als möglich abziehen sollte.

Der Gegner sei also eine Kultur, soso. In gewisser Weise stimmt das natürlich, denn die Moslems dort wollen die westlichen Wertevorstellungen nicht besatztermaßen übernehmen und wehren sich deshalb ganz gewaltig.

Andererseits ging es den federführenden USA nie um Kultur und Werte, sondern allein darum, eine geostrategische Kontrolle über das Gebiet zu erlangen (weiterlesen…)

Danke, Herr General!

Dienstag, 15. September 2009

General McCrystal, der genialische amerikanische Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Afghanistan, hat Deutschland ungewollt ein großes Geschenk gemacht.

Durch seine weltweite Bloßstellung der Bundeswehr wie insbesondere des Obersten Klein, der den Feuerbefehl auf zwei entwendete Tanklaster gab, hat er Bedeutendes dahingehend geleistet, noch dem ungläubigsten Thomas vor Augen zu führen, dass die USA auch einen großen Verbündeten und vorgeblichen Freund jederzeit bereit sind, auf dem Altar ihrer Interessen zu opfern. (weiterlesen…)

Hirn im Döz?

Donnerstag, 10. September 2009

Inzwischen dürfte Deutschland das einzige Land dieses Planeten sein (habe ich die Nachrichten in Vanuatu übersehen?), dessen führende Politiker sich weiterhin weigern, den Krieg in Afghanistan einen Krieg zu nennen.

Die Idee, dass auch Deutsche einmal etwas besser wissen könnten als der Rest, ist mir zwar nicht grundsätzlich fremd, denn immerhin können wir unter anderen auf Gutenberg (nicht Guttenberg!), Gauss und Nietzsche verweisen, denen dies einigermaßen mühelos gelang.

In diesem Falle aber handelt es sich um eine grotesk-peinliche Form der politischen Lügenesoterik, die so durchsichtig wie dumm daherkommt. (weiterlesen…)

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