Konfuzius lebte Erhöhung aus der Sittlichkeit; Shakespeare gab dem Menschlichen Gesicht; Cervantes der Kraft des Geistes, Mutes der Verzweiflung Tiefe; Nietzsche wies den Weg der Überwindung.
Aphorismen 166
23. Juli 2010Aphorismen 165
23. Juli 2010Wenn ich mir die Aphorismen meiner Zeitgenossen anschaue, stelle ich beschämt fest, dass manche der meinigen auch fragwürdig sind.
Kurzerklärung zu den letzten beiden Beiträgen
22. Juli 2010Kurz nachdem ich “BP: Vergiften von Millionen spart Milliarden” verfasst hatte, erlebte ich eine Netzdiskussion auf einer anderen Seite, die schließlich doch wieder in Auschwitz endete.
Ich hatte kurz überlegt, ob ich den Artikel “BP: Vergasen von…” nennen solle, da dies nicht minder zutreffend gewesen wäre, zumal natürlich “aufmerksamkeitsstark”, denn der Großteil der menschlichen Schädigungen dürfte zumindest bisher auf Ausgasungen beruhen.
Dann zuckte ich doch zurück, wegen des berühmten Vergleiches, der sich aufdrängt: vielleicht war das ein Fehler.
Nachdem ich dann erlebte, wie Auschwitz wiederum als Totschlagargument gegen Leute benutzt wurde, die nichts getan hatten, was mit den Gas-Großverbrechen von BP vergleichbar wäre, nur eine abweichende Meinung geäußert, habe ich den Aphorismus 164 gewissermaßen kompensatorisch eingestellt.
Aphorismen 164
22. Juli 2010“Auschwitz”: die ultimative Argumentationspatrone.
BP: Vergiften von Millionen spart Milliarden
22. Juli 2010Wer noch Zweifel daran haben sollte, wieso BP das Supergift Corexit zu Millionen Litern im Golf von Mexiko ausbringt, der kann sich hier gut weiterbilden.
Abgesehen davon, dass da Millionen Menschen noch mehr vergiftet werden als bereits durch das Öl, nur um BP Geld zu sparen (was durch Corexit unter Wasser bleibt, kann schwerer nachgewiesen werden, so dass BP entsprechend weniger Schadenersatz zahlen muss, indem die tatsächliche Ölmenge kaschiert wird, wie hier schon vor Wochen zu lesen), wird auch das Öl viel schwerer einzufangen sein, da tief unter Wasser und in feinen Tröpfchen dispergiert.
Hier ist in einem Maße der Bock der Gärtner, die US-Regierung in wissentlicher skrupelloser Komplizenschaft dabei, die eigenen Bürger vergiften lassend, dass es einem auch ohne Benzol- und Corexitdämpfe den Atem rauben kann.
Alle daran Beteiligten gehören hinter Gitter.
Dann muss sich die ganze Welt daran machen, diesen unvorstellbaren Giftschlunz wieder aufzuräumen.
Schweinegrippeninvasion
21. Juli 2010Endlich ist die Schweinegrippe da.
Mein Sohn (11) wälzt sich hinter mir total verfiebert auf dem Bett, glüht, kräht, wenn er nicht gerade Bananen isst (wer noch Hunger hat, der springt dem Teufel bzw. dem Schwein meist doch noch von der Schippe) “TNT”, atmet etwas schwer und wird wohl morgen wieder gesund sein.
Ich habe mir schon überlegt, ob ein kräftiger Aderlass gegen das kochende Blut wirksam sei, auf dass er schon heute Abend wieder seinen kleinen Bruder kernig zu verprügeln in der Lage, dies mangels Übung dann aber doch verworfen; Blutegel haben wir leider nicht im Hause; und wenn ich ihm heißen Whisky mit Honig gebe und es kommt heraus, dann habe ich das Jugendamt am Hals. Weiterlesen »
20. Juli: Weltpäderastentag?
20. Juli 2010Spricht es für Hitler, dass er wohl immerhin kein Kinderschänder war?
Polemische Frage am 20. Juli, da der Attentäter Stauffenberg als Held verherrlicht wird, einer, der seinem Führer lange begeistert folgte, allerdings nur, bis der Krieg offenkundig verloren war, der überdies dem Kreis des esoterischen Geheimes-Deutschland-Päderasten George angehörte.
Ob Stauffenberg wohl auch Kinder schändete, in preußischer Pflichterfüllung, fürs “Heilige” oder auch “Geheime” Deutschland?
Seinem Meister George folgte er jedenfalls ebenfalls willig und nahm ihm solches offenkundig wenigstens nicht sonderlich übel.
Heuchlerdreck.
Einem solchen hätte ich auch dann die Hand nicht gereicht, wenn ich keine zwei Söhne hätte. Weiterlesen »
Ölpest: Riesenloch in Wirklichkeit ganz woanders?
20. Juli 2010Matt Simmons, ein renommierter Ölexperte, geht inzwischen so weit, zu behaupten, dass das, was BP uns zeigt, gar nicht das Riesenloch bzw. der Riss im Meeresboden sei, aus dem diese gewaltige Menge Öl in Wirklichkeit ausströme:
Ich habe keine Ahnung, ob dieser ehemalige Berater des lügen- und kriegsseligen George W. Bush uns die Wahrheit sagt, will diese krasse Behauptung hier aber doch an Interessierte weitergeben.
An seinen sonstigen Ausführungen leuchtet zumindest einem Laien wie mir ein, dass das millimetergenaue Anbohren eines tellergroßen Lochs (zur Einrichtung einer Entlastungssteigleitung) in 33000 Fuß Tiefe eine “tricky” Sache sei.
Obamas wundersamer Öladmiral
20. Juli 2010In diesem Video kann man den Wunderadmiral Allen, den von Regierungsseite Zuständigen, dabei bestaunen, wie er das Chaos im Golf von Mexiko vereiert:
Besonders interessant ist die Stelle ab Sekunde 52, wo der Herr ob all der Sorgen, dass die Ummantelung des Lochs beschädigt, dadurch das Stoppen des Öls von oben in der jetzigen Form möglicherweise doch kontraproduktiv sei, erklärt:
“We continue to negotiate with BP right now the best trade-off…”
(Wir verhandeln jetzt gerade mit BP weiter über den besten Kompromiss…)
VERHANDELN? Weiterlesen »
Die Traumtrunkfee
20. Juli 2010Heute Nacht trat im Traume eine Fee an mich heran, und da ich sie frug, was denn ausgerechnet bei mir plötzlich ihr Behuf sei, sprach sie: “Du hast dich schon oft darüber beklagt, dein jetziger Trunk schmecke dir nicht also gut, wie er einem Edlen schmecken sollte.”
“Ja”, sprach ich, “das mag wohl nicht selten also gewesen sein.”
“Welchen willst Du, außer Wasser, dass er Dir stets gewährt sei?”
“Frisches, gut gehopftes und eingebrautes Bier gegen den Durst und zur körperlichen Arbeit, sodann einen Silvaner vom Würzburger Stein, Weißburgunder, wenn er richtig frisch ist und die Säure stimmt, zumal auch kernigen Riesling, den Sauvignon Blanc aus Sancerre, feingliedrigen Grauburgunder, auch mal einen Chardonnay, wenn er nicht zu breit, zudem Spätburgunder aus dem Burgund, auch aus Franken, denn der mag ebenfalls taugen, sicherlich natürlich Bordeaux der großen Güter, Vintage Port, wenn er von Wacholder über Thymian und Schlehe alles bringt, Sauternes und Eiswein nicht zu vergessen, außerdem insonderheit die schweren Tempranillo-Roten aus dem Duero-Tal, mal einen Brunello, ich will auch gar die Portugieserrebe, allerdings nur in Einzelfällen, wenn am Steilhang gewachsen, nicht grundsätzlich verachten, schätze in kleinen Mengen hergestellten Lagensekt…
“Du hast nur eine Wahl; das bekommst Du dann immer: ansonsten wirst Du den Rest deines Lebens Saft trinken müssen.” Weiterlesen »
Weistum ohne Dämonen und gegen Besessene
19. Juli 2010“Der Meister sprach niemals über Zauberkräfte und widernatürliche Dämonen.”
Das las ich gestern unter der Überschrift “Schweigendes Vorübergehen” über Konfuzius.
Der treffliche Richard Wilhelm schreibt dazu: “Dieses Vermeiden des Wunderbaren und Seltsamen entspringt bei Kung nicht einem kalten Skeptizismus. Aber diese Dinge lagen außer seinem Weg, der ein Weg der reinen Menschlichkeit war, die durch das hypnotische Hinstarren auf die Erscheinungen des Dämonischen nur verwirrt werden kann.”
Von Giordano Bruno ist mir das Zitat im Gedächtnis haften geblieben (ich hoffe, es ist korrekt), der Mensch solle “mäßig sein im Aberglauben”. Weiterlesen »
Abispruch
19. Juli 2010“Abi 2000
Gelernt ist erst der Anfang
Bestanden fordert zum Bestehen”
Den Spruch spendierte ich meinem Lieblingsschüler sowie dem Bad Kissinger Gymnasium vor zehn Jahren als Motto (fiel mir gerade wieder ein, da ich ein altes T-Hemd mit der Aufschrift anhabe).
Vielleicht gefällt er mir heute aufs Neue, weil er etwas Konfuzianisches an sich hat und ich gestern mal wieder in den Sprüchen Meister Kungs las.











