25. Juli 2010
Gerade hörte ich es wieder: “…until the well is killed…”.
Bis die Ölquelle getötet, ermordet ist?
Was für eine merkwürdige Sprache, dieses Englisch: oder vielmehr, was für merkwürdige Sprecher sie sprechen.
Es war ja auch schon die Rede vom “top kill”, als man mit Bohrschlamm und Ichweißnichtwas versuchte, das Steigrohr zu stopfen.
Also vom “Schopftod” oder “Mord von oben” oder…
Man scheint zu meinen, dass martialische Begriffe irgendwie hülfen, wenn es ein echtes Problem gibt.
Natürlich ist ähnliches unter Handwerkern, Weiterlesen »
Tags: Ölkatastrophe
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25. Juli 2010
Zur Love Parade-Tragödie schrieb ich gestern, dass ich einen über zwanzig Meter breiten Tunnel schwerlich als ein Nadelöhr ansehen könne, da passten eine Menge Menschen durch.
Da wusste ich allerdings noch nicht, dass dieser Tunnel EINZIGER EIN- UND AUSGANG für vielleicht eine Million Menschen war, denn dann geht die Rechnung anders.
Allein schon, dass die Stadt Duisburg für diese durchaus zu erwartende Million (manche sprachen von 1,4 Millionen “Gästen”) Teilnehmern ein Gelände von 230 000 Quadratmetern vorsah, also kaum einen Quadratmeter für vier Menschen, wohlgemerkt im rechnerischen Durchschnitt, zeugt von gröbster Fahrlässigkeit, absoluter Verantwortungslosigkeit, man könnte auch sagen blanker Idiotie (wenn man strafrechtlich auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren will).
Man muss kein studierter Mobologe sein, um zu wissen, dass das, zumal wenn die Meisten fanatisiert-enthemmt, ein Großteil voller Drogen und Alkohol, unkontrollierbar gefährlich werden kann.
Was sollen denn tausend oder auch zehntausend Polizisten und Ordungskräfte gegen eine Million Zugedröhnte und Betrunkene ausrichten, wenn etwas schief geht?
Mit Maschinengewehren hineinhalten, oder was? Weiterlesen »
Tags: Love Parade, Schande, Tragödie
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25. Juli 2010
Anscheinend nicht geboren seiend, lediglich über die angebrachte Pflege von Bonsai-Bäumen zu räsonnieren, nehme ich hier auch Themen in die Hand, die ich normalerweise nur darein nehmen sollte, wenn ich ansonsten glaubte, was gewöhnlich alles so verzapft wird.
Diese Neigung brachte mir schon in der Schule nicht immer nur Lob, im Studium nicht nur professoralen Beifall, hernach oft mehr Schimpf als Ehre.
Aus diesem Grunde sind Miguel de Cervantes Saavedra und Friedrich Nietzsche meine geistigen Leitsterne: Beide ließen sich nicht brechen und brachten dabei Großes hervor.
Wenn Sie religiös veranlagt sind, dann können Sie jetzt einfach mal für mich beten.
Vielleicht hilft’s ja was.
Andernfalls, sollte ich mit der Eingangssentenz nicht Ihren Bonsaigarten beleidigt haben, bestünde auch die Möglichkeit, dass Sie selbst über Ihr bürgerliches Leben hinaus tätig würden, sich einmal auf Ihr wirkliches Potential hin prüften.
Diese unsere heutige Welt ist schlecht geführt.
Wer das angesichts der Kriege, des Finanzwahnsinns, des Öldesasters im Golf von Mexiko immer noch nicht verstanden hat, der mag an dieser Stelle gerne nicht weiterlesen. Weiterlesen »
Tags: Selberdenker
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25. Juli 2010
Wenn es nach langer Zeit abermals knackt, dabei hinausschiebt, knörkert, wenn es bis hinauf in die Halsmuskeln ans Ohr dringt, damit die Schulter wiederum ihrer angestammten Stelle näher, und der Mann hört endlich, dass er statt eines halben nochmal ein Ganzer werden könne.
Tags: Schönstes
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24. Juli 2010
“Der Meister lehrte vier Gegenstände: die Kunst, den Wandel, die Gewissenhaftigkeit, die Treue.”
Die Kunst umfasst selbstverständlich nicht nur den deutschen Begriff im heutigen Sinne, sondern alles von der genauen Handwerklichkeit über die Wissenschaft bis hin zum eigentlich Schöpferischen.
Der Wandel ist als das Lebensprinzip des Fließenden, stets Veränderlichen, sicherlich im Sinne des I-Ging, des Buches der Wandlungen, zu verstehen, das alles Vorhandene prozessual begreift und darlegt.
Die Gewissenhaftigkeit deute ich einerseits als das Gebot des Anstandes und des Maßes, aber auch der Redlichkeit im Sinne Nietzsches, der Vernunft und Vernünftigkeit, der Gerechtigkeit, der Sorgfalt, der Achtsamkeit, des Respekts, der Fürsorge, des wahrhaftigen Lehrens selbst.
Die Treue ist wiederum der Wahrheit verpflichtet, aber auch der Tapferkeit; sie beinhaltet auch das Opfer, den schwersten Weg, das eigentlich Überdauernde selbst in widrigster See; sie ist der eigentlich ewige, unumstößliche Wert.

Tags: Konfuzius
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24. Juli 2010
Kurz zur Love-Parade-Massenpanik in Duisburg.
Ich habe mir auf SPON gerade erste Bilder angeschaut.
Ein Tunnel soll zum Nadelöhr geworden sein, so dass allzuviele Leute durchgedreht seien.
Geschätzt hingeguckt hat dieses “Nadelöhr” eine Breite von gut über zwanzig Metern.
Da passen mit auch nur etwas Mindestvernunft in beiden Richtungen Massen hindurch.
So ein Irrsinn.
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24. Juli 2010
Der hier visualisierte Tropensturm, der mit prognostizierten Windgeschwindigkeiten von 80 km/h noch bei weitem nicht Hurrikanstärke erreichen dürfte, wirft die “Aufräumarbeiten” BPs voraussichtlich um 10-14 Tage zurück, denn man ist davor geflüchtet.
Wie lange die dort nichts mehr anrichten können - wenigstens nicht noch Schlimmeres, wie Atomgranaten zünden oder derlei Späße - , wenn ein echter Hurrikan kommt (normalerweise eine Frage der Zeit; Standard sind mehrere pro Saison; allerdings könnte die Ölsuppe die Entstehung derer denkbarerweise eindämmen oder auch verstärken, wer weiß), darf man sich ungetrost fragen, denn ein Hurrikan ist als ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke, also ab 118 Stundenkilometern (Stärke 12) definiert, kann Windgeschwindigkeiten bis über 250 km/h erreichen.
Wie auf dieser Seite zuvor schon kritisch angesprochen, wurden bei allen Versprechungen bezüglich Entlastungsbohrungen etc. die üblichen Hurrikane aus der Rechnung ausgeklammert, was man nur als blanke Scharlatanerie bezeichnen kann.
Derweil kauft BP gezielt US-Wissenschaftler auf, Weiterlesen »
Tags: FAZ, Ölkatastrophe
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24. Juli 2010
Kürzlich hörte ich es wieder im Bayernradio: Anlässlich öffentlichen Schauens der WM-Spiele bei großer Hitze unter freiem Himmel riefen Moderatoren die Teilnehmer mehrfach eindringlich dazu auf, nur ja immerzu viel zu trinken.
Auf derartiges Weistum, viel zu trinken, käme der Fußballfan natürlich nie von selbst, schon gar nicht bei großer Hitze (dass es überhaupt so weit gekommen ist, dass man meint, Germanen zum viel Trinken aufrufen zu müssen, ist ein Zeichen schwerer Dekadenz per se).
Also: Der ganz normale indigene Deutsche oder auch einer mit Migrationshintergrund oder ein Originalmigrant braucht inzwischen den Staatsfunk, der ihn zum hinreichenden Trinken ermahnt.
Ob es nur Nachlässigkeit war, dass der Aufruf nicht auch auf Türkisch, Albanisch usw. gesendet wurde, oder böse Absicht, konnte ich bislang nicht ermitteln.
Nein, Spaß beiseite: Weiterlesen »
Tags: Trinken
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24. Juli 2010
Es gab Zeiten, da wusste man noch, was das übelste Gesindel sei. Heute darf man es nicht mehr wissen, denn es sind Bänker.
Tags: Aphorismen
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24. Juli 2010
Ein Dämon ist nichts anderes als ein geistiger Gefängniswärter.
Tags: Aphorismus
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24. Juli 2010
Caissa, die Göttin des Schachs, war mir heute angemessen gewogen.
Das heißt, sie verwirrte meine Gegner beim Blitzschachspiel mit den Vereinskameraden nicht sonderlich, so dass ich aus 6 Kurzpartien nur 1,5 Punkte (eine gewonnen, eine Remis) erzielen konnte.
Damit war ich in diesem kleinen Turnier unter Vieren (jeder gegen jeden zweimal) zwar Letzter, aber ich hatte mich angesichts meiner geübten Kameraden achtbar geschlagen.
“Caissa war mir gewogen!”, sagt der Schachspieler, wenn der gute Gegner in schwerem Kampfe unversehens einen Fehler macht, der einem doch noch Remis oder Sieg beschert.
Interessanterweise sagt man nicht “Caissa war mir heute nicht gewogen”, wenn man durch einen Idiotenzug oder mehrere kleine Fehler seinen Vorteil selbst vergab, gar verlor.
Caissa ist also eine besondere Art Glücksgöttin des Schachspielers, Weiterlesen »
Tags: Schach
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23. Juli 2010
Wer Nerven hat wie Schienenstränge und ein wenig Ausdauer dazu, der findet ein kleines Kompendium zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hier.
Ein Zitat daraus:
“How can the major media continue to call BP’s response pretenses a “clean up” effort, while our Gulf is being made about 11 times more toxic with Corexit? Clean up? No, premeditated murder on an unprecedented scale.”
(Wie können die Hauptmedien BPs vorgebliche Reaktionen weiterhin eine Anstrengung zur “Reinigung” nennen, während unser Golf durch Corexit gerade ungefähr elf Mal giftiger gemacht wird? Reinigung? Nein, vorsätzlicher Mord in einer beispiellosen Größenordnung.)
Anmerkung dazu von mir: Manche Wissenschaftler meinen, dass die Verbindungen aus Öl und Corexit noch weitaus giftiger sein/werden können als “nur” elf Mal so sehr wie Rohöl allein.
Sodann dieses:
“It’s a tightly knit, highly effective machine, that combines military, diplomatic, intelligence, economic, scientific, and political operations. Weiterlesen »
Tags: Corexit, Ölkatastrophe
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