12. Juli 2010
Am Samstag Abend wollte ich es spontan wissen.
Ich sprach einen jungen Mann im Deutschland-Trikot mit schwarz-rot-goldener Vuvuzela an mit der Bitte, mal durch das Teil blasen zu dürfen.
Zunächst brachte ich keinen vernünftigen Ton zustande.
Der Fachmann erklärte mir sodann, es sei ähnlich wie bei einer Trompete, die Lippenspannung müsse stimmen.
Nach zwei oder drei weiteren Versuchen war ich schließlich vuvukompetent, und es trötete mächtig.
Der Experte, der offenkundig vor der Schweinegrippe ebensowenig Angst wie vor dem Teufel hatte - hätte er mir sonst das Gerät geliehen? - , erklärte mir noch, er habe sich mehrfach sehr geärgert, da er nach deutschen Toren vor lauter Begeisterung nicht hinreichend konzentriert geblasen und damit auch keinen rechten Ton herausgebracht habe, nicht einmal einen linken.
Mein Verständnis hatte er.

Tags: Vuvuzela
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12. Juli 2010
Bevor ich überhaupt damit anfange, weiterhin nicht zu arbeiten, möchte man mir erstmal noch ein Bier bringen.
Tags: Arbeit, Bier, Lebenskunst
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12. Juli 2010
Das WM-Endspiel gestern war nicht besonders gut, da auf beiden Seiten jede Menge Chancen vergeben wurden; und brutal war es überdies, vor allem von der holländischen Seite her.
Aber es barg für mich auch zwei lustige Aspekte.
Erstens wissen die Niederländer jetzt genausogut wie die Deutschen, weshalb sie für die bankrotten Spanier bezahlen dürfen.
Zweitens war der Schiedsrichter vielleicht deshalb so milde, keine einzige Rote Karte zu zücken, weil er wohl jeden einzelnen anderen auf dem Platz hätte mit den bloßen Händen entsorgen können.
Er war jedenfalls der einzige Akteur, dem ich nun wirklich nicht einmal mit 27 als gut eingepickelter Steinmetz hätte verärgert im Dunkeln begegnen wollen.
Tags: Endspiel, WM
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12. Juli 2010
Ich wollte die ganze Welt schütteln, wenn sie angesichts des frühen Todes noch eines Hochbegabten doch nicht bebt.
Tags: Aphorismen
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11. Juli 2010
Eben fand ich auf Spiegel-Online als Unterüberschrift das:
“Die deutsche Nationalmannschaft ist jung, erfolgshungrig und spielt spektakulär - das hat die WM 2010 deutlich gezeigt. Aber hat das Löw-Team schon Weltklasse-Niveau?”
Da hatte wohl wenigstens einIn RedakteurIn genug getrunken, im Gegensatz zu jenem amerikanischen Heldengenerale Petraeus, der bekanntlich wegen zu wenig Trinkens vor dem US-Kongress im Beichtstuhle zusammenbrach.
Wo fängt denn für diese Hamburger Außenalster-Käsekasper die Weltklasse an?
Frühestens im Finale, beim Tittengewinn oder erst oberhalb dessen?
Tags: Petraeus, Schafsmedien, Spiegel
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11. Juli 2010
Paul Craig Roberts fragt sich am Ende eines Artikels auf rense.com, weshalb Russland und China die USA gegen Iran so weitgehend gewähren lassen, wie es ihren Interessen normalerweise nicht entspricht.
“Perhaps Russia and China have decided to let the Americans over-reach until the country self-destructs.
On the other hand, perhaps everyone is miscalculating and more death and destruction is in the works than the world is counting on.
Like the Gulf of Mexico.”
(Vielleicht haben Russland und China beschlossen, die Amerikaner sich überdehnen zu lassen, bis sich das Land selbst zerstört. Andererseits verrechnet sich vielleicht jeder und mehr Tod und Zerstörung steht auf dem Plan, als die Welt darauf zählt. Wie der Golf von Mexiko.)
Ich belasse es jetzt vorerst beim Hinweis, dem Zitat und dessen Übersetzung.

Tags: Clinton, Iran, Krieg, Lügen, Ölkatastrophe, Paul Craig Roberts
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11. Juli 2010
Früher fochten Feldherren an vorderster Front: von daher ihr Name und ihr Gefolge.
Tags: Aphorismen
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11. Juli 2010
Wenn die Schützen, Gefreiten, Ober-, Haupt-, Stabs- und Oberstabsgefreiten die Uffze, Stuffze und Feldwebel sorgsam weit hinter den Linien halten, um den Nachschub den LeutnantInnen und HauptmännInnen zu überlassen, haben die MajorInnen und OberstleutnantInnen endlich mal Zeit, den OberstInnen und GenerälInnen das Kämpfen an der Front beizubringen, so, dass der Krieg garantiert bald vorbei ist.
Tags: Aphorismen
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11. Juli 2010
Endlich mal ein ehrlicher US-General. Der designierte CENTCOM-Kommandeur meinte 2005, es mache einen höllischen Spaß, Menschen zu erschießen.
Der US-Verteidigungsminister nach erfolgtem Klärungsgespräch: “And I have every confidence that General Mattis will respond to questions and speak publicly about the matters for which he is responsible in an entirely appropriate way.”
(Und ich habe jedes Zutrauen, dass General Mattis in einer völlig angemessenen Weise auf Fragen antworten und öffentlich über die Angelegenheiten, für die er verantwortlich ist, sprechen wird.)
Und:
‘Robert Gates, the defence secretary, praised the four-star general as “one of the military’s most innovative and iconoclastic thinkers.” ‘
(R.G., der Verteidigungsminister, pries den Viersternegeneral - der auf dem Bild im Artikel nur drei hat und als Generalleutnant korrekterweise, Anm. von mir - als “einen der innovativsten und ikonoklastischsten Denker des Militärs”.)
Ikonoklastisch - zu Deutsch bilderstürmerisch? Weiterlesen »
Tags: Generäle, US-Armee
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10. Juli 2010
Am schlimmsten sind bekanntlich gefühlsmäßig die Angriffe “aus den eigenen Reihen”: Da sie aber meist zunächst nicht tödlich verlaufen, geben sie einem auch die besten Warnsignale.
Tags: Aphorismen
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10. Juli 2010
Eines muss man jenem notorischen Walter K. Eichelburg, dem prominentesten Goldmarktschreier des deutschen Sprachraums, neidlos lassen: Er kitzelt fast jede Untergangsgeilheit und egoistisch-utopistische Sottise aus den Leuten heraus, abgesehen von den vielen schönen Euros, die schon längst nichts mehr wert seien, außer dass man Gold dafür kaufen könne, welches man bald nicht mehr bekäme, schon praktisch nicht mehr bekommt, außer natürlich man klickt seine Seite an, wo es von diversen Händlern als jederzeit verfügbar angepriesen wird.
Idiotenkabinett.
Tags: Gold, Idiotenkabinett
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10. Juli 2010
Die kleinen Dummschwätzer sollten Urlaubsdomizile im Kuhmisthaufen angeboten bekommen, die großen in der Schweinescheiße: mit dem einfachen erklärenden Begleitargument, dort sei ihnen selbst im Winter warm.
Tags: Aphorismen
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